1. Ankündigung Ringvorlesung: Reformation und katholische Reform

 

Jubiläen bestimmen unsere Erinnerungskultur. Sie prägen Vorstellungen von Geschichte und schaffen Geschichtsbilder, die eindeutige Botschaften vermitteln. Selten erinnern sie uns an die Widersprüchlichkeit historischer Entwicklungen. Diese sind 2017 in Würzburg und Umgebung besonders intensiv erfahrbar, steht dort doch neben dem Gedenken an die Reformation, das auf Luthers Thesenanschlag 500 Jahre zuvor fokussiert wird, die Erinnerung an den 400. Todestag des Fürstbischofs Julius Echter, der mit seiner Politik im Sinne der katholischen Reform die Region nachhaltig geprägt hat.Luther und Julius Echter entziehen sich als Personen heute jedweder Idealisierung und stehen trotz ihrer vordergründigen Gegensätzlichkeit für eine Epoche dynamischen Wandels, in der sich die ersten Konturen des modernen Europa abzeichnen. Die zweisemestrige Ringvorlesung des Kollegs „Mittelalter und Frühe Neuzeit“ will in diese Zeit verdichteten kulturellen und sozialen Wandels einführen sowie die Uneindeutigkeit und Vielfalt der Entwicklungspotentiale des Konfessionellen Zeitalters herausstellen.

 

Die Ringvorlesung "Reformation und katholische Reform" findet ab dem 25. April 2017 immer dienstags um 19.30 Uhr im Toscanasaal der Residenz (Südflügel, Residenzplatz 2A) statt.
Sie startet mit einem Vortrag von Anuschka Tischer aus Würzburg. Thematisiert werden Reform und Reformbedarf in Spätmittelalter und früher Neuzeit.

 

Den Folder zur Ringvorlesung können Sie hier einsehen. 



Das gesamte Programm der Ringvorlesung ist der Homepage des Kollegs 'Mittelalter und Frühe Neuzeit' zu entnehmen.